Seit Jahren fordert die Branche zirkuläre Marketingprozesse, Cross-Channel Planning und eine präzisere Zielgruppenansprache. Gescheitert ist das selten an der Idee, sondern meist daran, dass Daten zwar vorhanden sind, aber nicht sinnvoll miteinander verbunden werden konnten.
Genau das beginnt sich gerade zu verändern. Was lange wie Theorie klang, wird zunehmend technisch umsetzbar: 1st-Party-Daten für die Budgetsteuerung, Geo- und Kassendaten in der Media-Planung oder Zielgruppen, die sich über kombinierbare Subsegmente deutlich differenzierter aufbauen lassen.
Mit dieser neuen Anschlussfähigkeit entstehen zwangsläufig auch neue Strukturen. Daten laufen zunehmend in zentralen Systemen zusammen – mit der Folge, dass sich Prozesse und Wissen bündeln und sich damit auch die Wertschöpfung verschiebt. Gleichzeitig verändern sich die Anforderungen an Partnerschaften, weil Datenintegration mehr ist als ein kurzfristiger Use Case.
Die Branche ist in Bewegung. Entscheidend ist nicht mehr, ob sich diese Entwicklung durchsetzt, sondern wer darin eine zentrale Rolle einnimmt.
Wohin entwickeln sich Planning und Media-Aktivierung, wenn Daten erstmals systemübergreifend nutzbar werden?
Und wer wird zum „Center of Gravity“ im Datenökosystem? Christian Genkel über LLMs, Datenhoheit und neue Machtverhältnisse in der Marketing-Wertschöpfungskette.
Insight-to-Impact: Wie KI und Marktforschung Kampagnen zum Umsatztreiber machen
Insights sind gut – entscheidend ist, was daraus entsteht.
Dr. Jörg Munkes (GIM) und Niklas Maximilian Mrutzek (AIlon) zeigen, wie durch die Kombination aus Forschungsexpertise und KI-gestützter Datendynamik Insights in Kampagnen, Targeting und Media-Entscheidungen übersetzt werden. Und Brand-Tracking zum Beschleuniger für mehr Reichweite, Präzision und Umsatz wird.
Daten-Integration und Kontextualisierung als Hebel für ganzheitliche Standort- und Filialplanung
Einzugsgebiete, Kaufkraft, Bewegungsdaten – viele Daten sind vorhanden. Aber oft bleibt es bei einzelnen Auswertungen, die schwer zusammenzuführen sind.
Im Artikel zeigt Nils-Hendrik Meier am Beispiel eines IKEA-Standorts, wie Geo-Daten mit digitalen Sinus-Milieus verknüpft, über Distanzen gewichtet und zu einer belastbaren Zielgruppe kombiniert werden. So werden Geo-Daten in einen Zielgruppen-Kontext gesetzt und ermöglichen konkrete strategische Ableitungen – für die Standortplanung genauso wie für Ansprache und Aktivierung.
Filterbubble Wir haben das Datenfundament erweitert und die Berechnung weiter geschärft. Unterschiede im visuellen und inhaltlichen digitalen Umfeld von Zielgruppen werden damit klarer sichtbar und besser vergleichbar. Neu: Einzelne Kacheln lassen sich vergrößern und der Feed kann als Video abgespielt werden – ideal für die Nutzung in Präsentationen.
Audience Explorer
Im Audience Explorer kannst du jetzt nach Werten filtern, um noch relevantere Ergebnisse zu erhalten. So lassen sich Inhalte gezielt auf die Merkmale eingrenzen, die in deiner Zielgruppe wirklich ins Gewicht fallen.
Beispiel-Prompt: „Was sind die Top Freizeitbeschäftigungen meiner Zielgruppe, die mindestens einen Anteil von 15 % an der Zielgruppe ausmachen?“
👉 So fallen kleine Freizeitbeschäftigungen, die vielleicht nur 2 % der Zielgruppe betreffen, direkt raus und du kannst dich auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist.